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0) ALLGEMEINES

Folgendes Regelwerk gilt für den Verein Das Rudel e.V und orientiert sich an gängigen Regelwerken dieses Genres (siehe auch: Schlachtenregeln von http://www.tempus-vivit.net), wurde jedoch auf unsere speziellen Bedürfnisse umgeschrieben und hat somit keinerlei offiziellen Status oder Charakter. Wir übernehmen daher auch keine Verantwortung für evtl. entstehende Personen- oder Sachschäden, auch wenn sich die Verursacher auf unser Regelwerk berufen.

Gruppen oder Personen, die sich mit Schaukampf befassen, sollten mindestens eine Person in der Gruppe mit (fundierter) Kampfsport- oder Schaukampferfahrung haben, welche dann die Funktion des Trainers und Überwachers einnimmt. Zudem sollte man sich mit dem Waffengesetz vertraut machen - unter anderem zu finden unter:
http://www.waffengesetz.de/

Dieses Regelwerk ist für alle Mitglieder des Vereins „das Rudel e.V.“ bindend. Nicht-Mitglieder, die im Rahmen des Trainings oder als Gast des Vereins an Veranstaltungen teilnehmen, sind ebenfalls an die hier beschriebenen Regeln gebunden. Dieses Regelwerk dient dazu, den verantwortungsbewussten und sicheren Umgang mit den Waffen und den erlernten Techniken zu garantieren. Alle Teilnehmer des Trainings müssen vor dem ersten Training von den Waffenregeln in Kenntnis gesetzt werden und dies mit ihrer Unterschrift bestätigen.

Außerhalb des Trainings, z.B. auf Veranstaltungen, ist dieses Regelwerk für Mitglieder des Vereins ebenfalls gültig.

Bei gemeinsamen Aktionen mit anderen Gruppen/Akteuren gilt zusätzlich zu diesem Regelwerk übergeordnet das Regelwerk der Veranstalter. Dabei ist auf evtl. Unterschiede und Widersprüche zu achten und eine Absprache erforderlich.

Eine Waffe ist gefährlich. Auch wenn ein (Schaukampf-)Schwert "nicht scharf" ist, kann es dennoch Schaden anrichten. Schwerter waren auch Hiebwaffen, mit denen man die gegnerischen Knochen unter der Rüstung brechen konnte - dazu eignen sich Schwerter auch heute noch hervorragend. Auch wenn ein Schwert nicht scharf ist, ist es immer noch spitz. Die Schwertspitze bzw. das Schwert erreicht bei einem Stich sehr hohe Geschwindigkeiten und wiegt ca. 1 bis 1,5 kg, wobei die Spitze eine Fläche von ca. 1mm2 hat - es entwickeln sich also enorme Durchschlagskräfte...

Auch ein Stab kann geschwungen enorme Kräfte entfalten; hinzu kommt bei dieser Waffengattung der große Wirkungsradius (Länge eines Stabs: 1,80 m und länger). Deswegen gilt beim Umgang mit Waffen: absolute Vorsicht, Umsicht und Konzentration oder kurz - SAFETY FIRST! Der Träger einer Waffe ist für die Sicherheit aller Personen und der Umgebung in nächster Nähe verantwortlich. Somit gelten folgende Grundsätze:

1) GRUNDREGELN

Diese sind, unabhängig von der benutzten Waffe und spezieller Regeln für einzelne Waffengattungen, die grundsätzlichen Regeln für jede Art von Kampf(-sport)und -training. Wer diese Regeln nicht einhält, darf keine Waffen tragen und weder am Training noch bei Auftritten teilnehmen.

Kein Alkoholkonsum bzw. sonstige berauschende Substanzen vor und während des Waffengebrauchs.
Ebenso kein Gebrauch bei Übermüdung, Krankheit oder sonstigen die Wahrnehmung und Reaktionsfähigkeit beeinflussenden Zuständen.
Immer die Umgebung im Auge behalten, vor allem wenn man vor Publikum kämpft.
Das eigene Können immer kritisch betrachten, um Selbstüberschätzung zu vermeiden.

Nun zu den speziellen Regeln:

2) REGELN FÜR AUSRÜSTUNG UND WAFFEN

2.1 Waffen

Generelle Regeln

Die Waffe muss für die jeweilige Person führbar und beherrschbar sein.
Das Führen und das Kämpfen mit Waffen bedürfen der Freigabe durch einen Trainer. Diese Freigabe ist für jede einzelne Waffengattung einzuholen. · Bei Kämpfen müssen "gleichwertige" Waffen verwendet werden, d. h. die Waffen müssen stabil genug sein, um gegeneinander antreten zu können (dies ist keine Beschränkung der kombinierten Waffengattungen - solange es bei verschiedenen Waffengattungen Möglichkeiten zur Kombination gibt und die Waffen materialtechnisch stabil genug sind, spricht nichts dagegen, damit zu kämpfen).
Keine scharfen Waffen ; allzu große Scharten bzw. deren Grate müssen ausgewetzt werden.
Keine Leichtmetall- bzw. Dekowaffen (z.B. Schwerter aus Spritzguß, Carbon, etc.).
LARP-Waffen (Fantasywaffen aus Schaumstoff mit einem dünnen Holz- bzw. Kunstoffkern und einer Latexummantelung) müssen von einem Trainer abgenommen werden und dürfen nur gegen gleichartige Waffen eingesetzt werden.
Schuss-, Wurf- oder Schleuderwaffen dürfen nur zu Demonstrationszwecken mit verletzungsträchtigen Gegenständen wie bspw. Steinen munitioniert werden. Hierbei ist unbedingt auf ausreichend freies Schussfeld und einen ausreichenden seitlichen Sicherheitsabstand zu achten.
Vor einem Auftritt bzw. vor dem Training muss jeder Waffenhalter seine Waffe auf evtl. Defekte kontrollieren.

Regeln für einzelne Waffengattungen

Hiebwaffen: Dazu zählen u. a. Schwerter zu 2, 1 ½ und einer Hand sowie alle Sorten von Saxen und langen Messern (Falchion). Diese Waffen müssen schaukampftauglich sein, eine breite Schlagkante und eine abgerundete Spitze haben. Sie sind vor jedem Einsatz auf Scharten und Defekte zu prüfen. Der Einsatz von Hiebwaffen ohne Parierschutz (z. B. Sax) darf nur besonders erfahrenen Kämpfern erlaubt werden. Auf einen ausreichenden Handschutz ist zu achten.
Scharfe Schwerter sind nur zu Demozwecken zulässig.
Dolche/Messer sind als Beiwaffen beliebt. Grundsätzlich darf der Einsatz nur nach Absprache mit allen Beteiligten (in Absprache mit einem evtl. Veranstalter) erfolgen. Sofern sie nicht schaukampftauglich abgestumpft sind, sind sie bei allen Waffengängen abzulegen. In der Öffentlichkeit sind diese Waffen gegen unbefugtes Herausziehen zu sichern!
Stangenwaffen wie Lanzen u. ä. müssen zu Schaukämpfen ausreichend abgestumpft werden. Spitze Lanzen sind nur zu Paradezwecken zulässig. Im Schlachteinsatz empfiehlt sich der Einsatz gepolsterter Lanzen.
Wurf- und Schleuderwaffen sind mit entsprechender, „weicher“ Munitionierung (z. B. Wasserballons) für den Kampfeinsatz zulässig.
Bögen/Armbrüste sind mit verringertem Zuggewicht und ausreichend gepolsterten Pfeilen nach Abnahme durch einen Trainer (oder einen evtl. Veranstalter) zu Kämpfen zugelassen. Das Schießen mit scharfen Projektilen ist nur zu Demonstrationszwecken zulässig. Hierbei ist unbedingt auf ausreichend freies Schussfeld und einen ausreichenden seitlichen Sicherheitsabstand zu achten. Entsprechende Sicherheitsvorkehrungen wie bspw. Fangnetze sind zwingend notwendig!
Wuchtwaffen (z. B. Äxte, Streitkolben) sind in abgestumpfter Form bei nicht zu hohem Gewicht zum Kampfeinsatz zulässig. Ein Hieb in Ausführung muss vom Kämpfer noch zu stoppen sein. Der Einsatz darf nur besonders erfahrenen Kämpfern erlaubt werden. Überschwere, übergroße Konstruktionen dürfen nicht verwendet werden.
Kettenwaffen (Morgensterne, Kettenflegel) und andere fliehkraftbeschleunigte Waffen sind nach deutschem Recht verboten. Der Einsatz – auch zu Demonstrationszecken - sowie das Zurschaustellen und Mitführen solcher Waffen ist daher grundsätzlich untersagt.
Bauernwaffen u.ä. sind zu nur zu Demonstrationszwecken zulässig, Waffen wie Kriegsflegel und Kriegssensen o. ä. dürfen nicht im Kampf eingesetzt werden.

2.2 Rüstung & Ausstattung

Generelle Regeln

Beim Kampf oder Training müssen Handschuhe und ein Kopfschutz in Form eines Helms oder einer Fechtmaske getragen werden.
Schilde und Rüstungen mit Dornen und scharfen Kanten dürfen nicht verwendet werden.
Defekte Waffen oder Rüstungsteile dürfen weder zum Kampf, noch zum Training verwendet werden.
Verdeckt getragener unhistorischer Körperschutz ist zulässig.

Einzelne Rüstungsteile

Schilde: Der Schildkorpus besteht üblicherweise aus mit Leder oder Stoff bespanntem bzw. aus lackiertem Holz. Die Schildkante muss mindesten 15 mm stark sein. Der Zustand des Schildes sollte genauso sorgfältig kontrolliert werden wie der der Waffe. Reine Metallschilde sind im Freikampf nicht zulässig. Ausnahme: Buckler. Versteckte Metallverstärkungen sind zulässig, sofern sie keine Gefahr darstellen.
Kopfschutz ist Pflicht für die Teilnahme an freien Kämpfen und Schlachten. Ausnahmen (bspw. für Bogenschützen) bedürfen der Freigabe durch einen Trainer. Es wird empfohlen, den Kopfschutz auch während des Trainings zu tragen. Kettenhauben und Helme ohne schlagabsorbierende Polsterung sind nicht zulässig. Für Einsteiger ist für eine Übergangszeit eine Abweichung von diesen Standards in Absprache mit den Trainern möglich. Der Kopfschutz sollte sicher, bequem und historisch korrekt sein.
Handschuhe: Geeignete Handschuhe sind bei allen Waffengängen zu tragen. Die einfachste Variante ist der Schweißerhandschuh, am besten mit zusätzlicher Polsterung bzw. Schutz versehen. Historisch unkorrekte, aber sichere Plattenhandschuhe sind aufgrund der exponierten Gefährdung der Hände trotz Zeitdifferenz zulässig.
Schuhe: Im Kampf ist auf geeignetes Schuhwerk zu achten, um die eigenen Füße zu schützen und beim Kampf sicheren Stand zu haben. Bei schwerem Gelände ist für Schlachten und freie Kämpfe im Zweifelsfall und nach Absprache mit den Trainern sicheres unhistorisches Schuhwerk vorzuziehen.
Körperschutz: Der historisch korrekte Körperschutz ist der Gambeson (=gepolsterte Jacke). Auf den Einsatz von Kettenhemden ohne gepolsterten Körperschutz ist möglichst zu verzichten. Plattenpanzerungen müssen der dargestellten Zeit entsprechen.

3) ALLGEMEINE REGELN

Safety first !!!
Es kämpfen keine Gegner gegeneinander, sondern Partner miteinander. Das heißt: ·
keine Wettkämpfe, kein Konkurrenzgehabe.
Stiche und Schläge zum Kopf sind nur im choreographierten Kampf und auch dort nur von besonders erfahrenen Kampfpartnern zu verwenden. Der Einsatz dieser Techniken bedarf der besonderen Freigabe durch einen Trainer.
Auch Stiche gegen Schilde, Panzerungen etc. sind tabu! (Stiche haben, wie oben erwähnt, eine enorme Wucht, gehen so gerne durch Schilde und Panzerungen durch und sind, falls sie irgendwie abrutschen, nur schwer zu kontrollieren. Außerdem rutschen sie auf Schilden gerne ab.)
Wer den Kopf nicht frei hat, sollte auch nicht kämpfen, also keine persönlichen Probleme in den Kampf mitbringen (schon gar nicht, wenn diese den Gegner betreffen, also: kein Kampf unter Streitenden bzw. Rivalen).
Ruhe und absolute Konzentration bewahren. Immer wieder unterbrechen und kurze Pausen machen. Im Kampf neigt man dazu, schneller zu werden, vor allem, wenn es "gut läuft". Bei einem Kampf ist immer ein wenig Adrenalin dabei, auch wenn man es selbst nicht merkt. Man selbst meint, man hätte noch alles unter Kontrolle, von außen sieht das aber nicht mehr so aus.
Den Gegenüber genau im Auge behalten und auf den anderen Rücksicht nehmen. Wenn man merkt, daß der Kampfpartner in Bedrängnis gerät, nervös wird, Angst bekommt oder unaufmerksam ist, sofort aufhören.
Schläge nie mit Kraft ausführen (das kann man schauspielerisch überdecken), sondern immer so, daß man sie notfalls stoppen bzw. umlenken kann.

4) TRAINING

4.1 Training allgemein

Es gelten sämtliche vorherigen Regeln und Vorschriften.

Die Anweisungen der Trainer haben absoluten Vorrang, sind bindend und gelten für alle.
Kein Training ohne Aufsicht; d. h. während des Trainings muß immer ein Trainer dabei sein, der den Überblick hat und eingreifen kann (siehe auch Punkt 3.8).
Für Anfänger keine freien Kämpfe!
Immer die Umgebung und das, was um einen herum geschieht, beachten. Auch die Trainierenden unter sich sollten die anderen beobachten, schon allein deshalb, damit niemand in die Waffen von anderen Trainierenden hineinläuft. Aber auch untereinander können sich die Trainierenden Tips geben bzw. aufeinander aufpassen...
Speziell beim Training gilt verstärkt Punkt 3.8): Das Gegenüber genau im Auge behalten und Rücksicht nehmen. Wenn man merkt, daß der Kampfpartner in Bedrängnis gerät, nervös wird, Angst bekommt oder unaufmerksam ist, sofort aufhören.
Besonders Rücksicht nehmen auf das Können bzw. Nichtkönnen des Gegenübers, vor allem wenn man gegen Schwächere kämpft (sowohl körperlich Schwächere, als auch vom Können her Schwächere). Besonders Anfänger nicht zu sehr fordern und immer daran denken, daß Kämpfer mit weniger Erfahrung leichter überfordert werden (und auch ggf. die Flucht nach vorne antreten) bzw. anders herum die Waffe nicht so unter Kontrolle haben wie man selbst.
Umgekehrt gilt: Eigene Schwächen erkennen, beachten und akzeptieren. Wenn man gegen einen geübteren Kämpfer kämpft, dieser zu schnell wird, zu fest schlägt oder man in anderer Hinsicht nicht mehr Schritt halten kann, so muß man ihm das auch deutlich machen, ihn bremsen bzw. den Kampf stoppen. Hier gilt besonders: unangebrachte Scham oder Stolz kann fatale Folgen haben!

4.2 Training mit Anfängern

Anfänger müssen zuerst von den Trainern in den Grundlagen unterwiesen werden:

Sicherheitsregeln
Körperhaltung, Beinarbeit, Grundstellungen, dazu ist am Anfang (selbstverständlich auch später...) besonders auf die saubere Ausführung, sicheren Stand und sichere Bewegung zu achten.
Grundtechniken (Schläge & Blöcke), hier Hauptaugenmerk auf das sichere Führen der Waffe und die saubere Ausführung richten.
Erst, wenn der Anfänger die Waffe sicher beherrscht, darf er am regulären Training teilnehmen.
Keine freien Kämpfe mit Anfängern!
Öffentliche Auftritte vor Publikum (=Schaukampf) erst nach hinreichender Trainingserfahrung und Freigabe durch einen Trainer.

5) CHOREOGRAPHIERTER SCHAUKAMPF, AUFTRITTE

Da im Schaukampf Techniken und Tricks in Absprache miteinander demostriert werden, können hier Techniken gezeigt werden, die im Freikampf nicht zulässig sind. Wichtig ist hier, die Waffe so zu führen, daß selbst bei einem Fehler des Partners (z.B. Block verpatzt) kein Körpertreffer entsteht.

Schaukampfeinheiten sind mit den Trainern abzusprechen.

Anders als ein Freikampf dient ein Schaukampf zur Unterhaltung und hat nichts mit einem realen Kampf zu tun. Die Zielsetzung ist eine andere: Anstatt das Gegenüber zu treffen und zu überraschen und so den Kampf so schnell wie möglich hinter sich zu bringen, wird hier der Kampf in die Länge gezogen und es sollte möglichst keine Überraschungen (=Patzer) geben - das Publikum will ja etwas zu sehen bekommen, und das möglichst perfekt. Deswegen haben sich beim Schaukampf gewisse Faustregeln herauskristallisiert:

Kämpfe werden vorher abgesprochen, es werden nur abgesprochene Schläge und Sequenzen angewandt, keine Überraschungen, Finten, nichts Unabgesprochenes.
Immer mit Sicherheitsdistanz kämpfen, damit, falls ein Block oder Schlag daneben geht, der Schlag ins Leere geht und niemanden trifft.
Bei weiterführenden Blöcken (z.B. Schlag blocken und an sich vorbei weiterleiten) leitet der Blocker beide Waffen, d.h. der Angreifer lässt beim Block die Waffe vom Blocker führen und macht die Bewegung mit, er führt die Bewegung nicht mit eigener Kraft aus (wenn also ausgemacht ist, daß der Angreifer von rechts oben schlägt und der Blocker den Schlag an ihm vorbei nach links unten weiterführt, so darf der Angreifer nicht auf eigene Faust die Bewegung ReO - LiU durchführen, sondern muß sich ab dem Waffenkontakt vom Blocker leiten lassen, ansonsten kann es sein, daß er ins Schwert des Blockers rennt).

6) VERHALTEN IN DER ÖFFENTLICHKEIT

Beim bewaffneten Auftreten in der Öffentlichkeit ist besondere Vorsicht geboten, da hier zusätzliche unkalkulierbare Risiken auftreten. Zum einem besteht die Gefahr der Verletzung Dritter, zum anderem ist man unter Leuten, die man nicht kennt, es sind evtl. kleine Kinder und Betrunkene unterwegs. Deswegen gilt hier verstärkt:

Alle Regeln von Kapitel 1) .. 4), besonders die Grundregeln 1)
Kein Kampf unter Publikum. Es ist immer dafür zu sorgen, daß bei einem Kampf ein ausreichender Sicherheitsabstand zwischen dem Publikum und den Kämpfenden besteht. Der Idealfall wäre ein extra abgesperrter Kampfplatz, ansonsten muß Raum geschaffen werden, indem ausreichend viele verläßliche Leute einen Kampfplatz freihalten. Es muß mindestens eine Aufsichtsperson dabei sein, die sicherstellt, daß niemand vom Publikum, vor allem keine kleinen Kinder oder Betrunkene, in den Kampf rennt.
Es darf auf keinen Fall vorkommen, daß mitten unter den Leuten gekämpft wird, auch wenn gerade noch soviel Platz ist...
Beim Kampf die Waffe immer unter Kontrolle halten, also keine Entwaffnungen, bei denen die Waffe in hohem Bogen weggeschleudert wird.
Die Waffen sind am Körper zu tragen, die Klinge nach unten. Es ist äußerst genau darauf zu achten, daß niemand, der vorbeiläuft, sich an den Waffen verletzen kann.
Der Ort (=Spitze) der Waffe muß geschützt werden, z.B. durch eine abschließende Scheide bzw. eine Lederabdeckung der Spitze.
Die Waffen niemals unbeaufsichtigt lassen.
Generell sollte man auf Kämpfe in der Öffentlichkeit verzichten, es sei denn, man hat einen Auftritt oder man ist auf Veranstaltungen, auf denen Kämpfe "normal" sind, also z.B. Mittelaltermärkte mit Heerlager und extra "Kampfzonen".
Die Umgebung im Auge behalten:
Besonders auf Betrunkene oder aggressive Personen achten. Diese fühlen sich oft durch die Bewaffnung provoziert oder herausgefordert. Diesen Leuten aus dem Weg gehen und sich auf keinen Fall mit ihnen einlassen. Ist abzusehen, daß auf einer Veranstaltung verstärkt Betrunkene bzw. aggressive Leute auftauchen, sollte man auf die Bewaffnung verzichten, um unnötigen Ärger zu vermeiden.
Die Waffen sollten nur in Ausnahmefällen aus der Hand gegeben werden. Auf keinen Fall dürfen Fremde mit diesen Waffen kämpfen.
Kämpfe mit Fremden sollten prinzipiell vermieden werden, da man deren Können nicht einschätzen kann. Falls doch, sollte man nur mit Leuten kämpfen, die "vom Fach" sind. Bei diesen Kämpfen muß vorher das Können des Gegenübers abgeschätzt und auf jeden Fall Absprache gehalten werden über die Sicherheitsregeln und den Kampfstil.

Auch hier gilt selbstverständlich: ·

es kämpfen Partner miteinander, keine Gegner
keine Wettkämpfe und kein falscher Stolz
keine Stiche & Schläge zum Kopf
das Können/Nichtkönnen (sowie das eigene und das des Gegenübers) berücksichtigen

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