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DER HISTORISCHE RAHMEN UM 1250

Kreuzzüge

1228 bis 1229 fand der Kreuzzug unter Kaiser Friedrich II statt, der zum 5. Kreuzzug gezählt wird (laut Lexma)
Dieser Kreuzzug wurde durch Friedensverhandlungen beendet, dem "Frieden von Jaffa", in denen der Jerusalemer Tempelberg mit der al-Aqsa-Moschee und dem Felsendom eine zentrale Rolle spielten.

1240 kehrte König Theobald I von Navarra (bzw. Theobald IV Graf von Champagne) nach Abschluss eines Neutralitätsabkommens mit Sultan as-Salih Ayyub von Kairo von den Kreuzzügen heim. Der Kreuzzug Theobalds IV. von Champagne war eine kleinere Episode in der Geschichte der Kreuzzüge und wird "offiziell" zwischen dem 5. und 6. Kreuzzug angesiedelt (siehe auch: "klassische Zählweise der Kreuzzüge")

Viele Gefangene waren durch das Abkommen freigekommen und kehrten ebenfalls heim. Einer der großen Häfen für die Route zum Heiligen Land war Genua.

1248 bis 1250 fand der 6. Kreuzzug, auch "Kreuzzug des Ludwig des Heiligen" genannt, statt. Er endete für die christlichen Kreuzfahrer desaströs mit herben Niederlagen und der Gefangenschaft von Ludwig dem Heiligen. In Gefangenschaft unterzeichnete er einen Waffenstillstand und konnte sich unter hohen Lösegeldzahlungen nach Akkon zurückziehen.
Aus diesem Zeitraum stammt die Kreuzfahrerbibel, auch Maciejowski-Bibel oder Morgan-Bible genannt, eine der bekanntesten Bildbelegquelle aus dem Zeitraum 1250. Sie ist hier online einzusehen.

Genua, Papst Innozenz IV

Genua war in zwei Lager aufgeteilt - auf der einen Seite die Partei der Guelfen (deutsche Entsprechung/Zugehörigkeit: Welfen), die traditionell auf der Seite des Papstes standen und auf der anderen Seite die Ghibellinen (deutsche Entsprechung/Zugehörigkeit: Waiblinger), die dem Imperium die Treue hielten. Eine der führenden Familien auf der Seite der Ghibellinen waren die Fieschis.

Im Juni 1243 wurde Sinibald Fieschi zum Papst "Innozenz IV." gewählt. Obwohl aus dem Lager der Ghibellinen entwickelte sich Innozenz IV., zum grössten Gegner von Kaiser Friedrich II.

Friedrich II, Ende der Stauferzeit, Interregnum

1245 Setzte Papst Innozenz den Kaiser Friedrich II ab und unterstützte die Gegenkönige (Heinrich Raspe IV 1245-1246 und Wilhelm von Holland 1247-1256) ein - Friedrich II erkannte dies selbstverständlich nicht an.

Als 1250 Friedrich II stirbt, beginnt das sog. Interregnum, eine Zeit, in der mehrere Könige denselben Thron beanspruchten - auf päpstlicher Seite die schon erwähnten Gegenkönige, auf Staufferseite Konrad IV (bis 1254), der Sohn Firedrichs. Dazu kamen 1257 noch die Doppelkönige Alfons v. Kastilien und Richard v. Cornwall.
Das Interregnum endete 1273 mit der Ernennung von Rudolf v. Habsburg als neuen Kaiser - die Zeit der Stauffer war schon 1254 mit dem Tod Konradin IV zu Ende.

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